Aber als sie bei der Suche im Internet ganz viele Mut machende Geschichten fand, wollte sie ihr Wissen dann doch mit vielen anderen Kindern teilen. Sie schrieb ein Buch mit vielen kurzen und interessanten Geschichten, die Kinder fesseln und motivieren. Es handelt von Liam und der Fahrradpolizei, von Felix und den 1000 Milliarden Bäumen, von Oskar und Mathilde, den Essensrettern und Isabel, Melati und Millionen von gelben Quietsche-Enten. Insgesamt sind es dreizehn kurze und wissenswerte Geschichten, die alle irgendetwas mit unserem Klima und dessen Veränderung zu tun haben.
Die Firma Papenmeier GmbH & Co KG unterstützt die Produktion und Verbreitung des Buches in barrierefreier Form und übernimmt eine Goldene Buchpatenschaft. Ab jetzt können auch Kinder, die blind oder seh- oder lesebehindert sind, das tolle Buch lesen bzw. hören. Wir freuen uns sehr und wünschen viel Spaß beim Lesen und Weltverbessern!
Unter dem Motto „Ich kann’s nicht lesen!“ startet am 12. Oktober die Buchpatenschaftskampagne des Fördervereins der Deutschen Zentralbücherei für Blinde (DZB). Im Mittelpunkt steht ein Online-Clip, in dem namhafte Persönlichkeiten der deutschen Literaturszene bekennen, Brailleschrift nicht lesen zu können.
Künstler wie Nora Gomringer (Ingeborg-Bachmann-Preis 2015) und Julius Fischer (The Fuck Hornisschen Orchestra) sowie der Direktor der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig, Michael Fernau, versetzen sich damit in die Lage der rund 1,2 Millionen blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland: Sie haben nur bedingt oder gar keinen Zugang zu Literatur. Der Grund: Für Braille- und spezielle Hörbücher gibt es keinen Markt. Dies liegt vor allem an der aufwendigen und teuren Produktion solcher Medien. Die Kampagne des Fördervereins „Freunde der DZB“ soll dazu beitragen, diese Kosten mit Hilfe von Buchpatenschaften zu finanzieren.
Neben dem Kampagnenclip (Produktion: ERTZUI FILM) wird es spezielle Braille-Schnupperkurse geben. Ein Braille-Grußkartengenerator, Social Media, klassische Werbemittel und Ambient Media begleiten die Aktion.
Wo gibt’s denn so was – Menschen des literarischen Lebens, die öffentlich zugeben, dass sie’s nicht lesen können? Das gibt’s mit den „Freunden der DZB“. Der Förderverein konfrontiert Protagonisten in einem Videodreh mit einer Situation, die Blinde und Sehbehinderte alltäglich, aber spiegelbildlich erleben: Sie haben einen für sie unleserlichen Text vor Augen bzw. in den Fingern – in Brailleschrift. Wir meinen, das ergibt eine starke Aussage und „Ich kann’s nicht lesen“ kriegt einen schönen Doppelsinn… Klar, das muss geändert werden! Neue Freunde haben wir und weitere Unterstützer suchen wir. Ein herzliches Dankeschön geht an die Bekenner:
Nora Gomringer | Lyrikerin und Bachmann-Preisträgerin 2015 Julius Fischer, Christian Meyer | Schriftsteller und Musiker (The Fuck Hornisschen Orchestra) Michael Fernau | Direktor der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig Stephanie Jacobs | Leiterin des Deutschen Buch- und Schriftmuseums Claudius Nießen | Geschäftsführer des Deutschen Literaturinstituts Leipzig Christoph Graebel | Moderator der Literaturshow „turboprop LITERATUR“