Bist du bei mir: Lieder mit und ohne Worte aus Mendelssohns Herzen
Gesang: Gerlinde Sämann
Klavier: Bernd Jung
18.30 Uhr: Empfang und Einführung
19.30 Uhr: Konzertbeginn
Ziel: Die Erlöse des Benefizkonzertes werden für die Übertragung der weltlichen Chorwerke Mendelssohn Bartholdys in Braillenoten verwendet, um blinden Musikern den Zugang zu Musikwerken zu ermöglichen.
„Ich glaube, ich bin schon mit Musik geboren, die Musik war schon immer da. Ich habe alles, was ich gehört habe, was musikalisch war, in mich aufgesaugt. Braillenoten sind ein großer Segen für mich. Ohne sie wäre ich nicht Musikerin geworden und könnte heute nicht meinen Beruf ausüben.“
Die Sopranistin Gerlinde Sämann studierte am Richard-Strauss-Konservatorium in München Klavier und Gesang. Sie tritt als Solistin mit renommierten Ensembles in Deutschland und international auf. Mit ihr entstanden zahlreiche Aufnahmen für Radio und auf CD.
Noten für blinde Musiker!
> Blinde Musiker brauchen Noten in Brailleschrift.
> Braillenoten bringen blinden Kindern und Jugendlichen Musik nahe.
> Braillenoten herstellen ist aufwändig und es gibt viel zu wenig.
Die Lionsorganisation setzt sich weltweit für Blinde und Sehbehinderte ein. Der Lions Club „Leipzig-Felix Mendelssohn Bartholdy“ möchte gemeinsam mit dem Förderverein „Freunde der DZB e.V.“ den Zugang zu Musiknoten für Blinde und Sehbehinderte erleichtern. Die Deutsche Zentralbücherei für Blinde (DZB) ist deutschlandweit das einzige Haus, das Noten für blinde Musiker herstellt.
Alle Freunde der Musik können das unterstützen: Mit einer Notenpatenschaft, einer Spende oder mit dem Besuch des Benefizkonzertes. Die Erlöse dieses Konzerts kommen einem besonderen Projekt zugute: Die Produktion sämtlicher weltlicher Chorwerke von Felix Mendelssohn Bartholdy in Braillenoten.
Und was lange währt wird gut. Mit der tollen Unterstützung von Susanne Willnow und Rose Jokic sowie mit Hilfe der DZB-Mitarbeiter des Studios können wir Ihnen ab heute die AD-Version unseres Kampagnenfilms präsentieren. Nun können auch sehbehinderte und blinde Menschen den Film in seiner ganzen Schönheit genießen und vielleicht gewinnen wir damit noch weitere engagierte Buchpatinnen oder Buchpaten.
Die beiden Musiker wollten eigentlich gerade durch die Bunderepublik mit Ihrem neuen Album touren. Daraus wird leider nichts, da Julius Fischer nach einem Katzenbiss seinen Gitarrenarm für eine Weile in Gips betten muss. Wir wünschen ihm natürlich alles Gute und eine schnelle Genesung und hoffen, dass die Beiden bald auf Tour gehen können. Als Aufheiterung bis zum Start ihrer Tournee können wir sie und uns mit ihrem Song „Ich kann keine Brailleschrift“ vertrösten.
Unter dem Motto „Ich kann’s nicht lesen!“ startet am 12. Oktober die Buchpatenschaftskampagne des Fördervereins der Deutschen Zentralbücherei für Blinde (DZB). Im Mittelpunkt steht ein Online-Clip, in dem namhafte Persönlichkeiten der deutschen Literaturszene bekennen, Brailleschrift nicht lesen zu können.
Künstler wie Nora Gomringer (Ingeborg-Bachmann-Preis 2015) und Julius Fischer (The Fuck Hornisschen Orchestra) sowie der Direktor der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig, Michael Fernau, versetzen sich damit in die Lage der rund 1,2 Millionen blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland: Sie haben nur bedingt oder gar keinen Zugang zu Literatur. Der Grund: Für Braille- und spezielle Hörbücher gibt es keinen Markt. Dies liegt vor allem an der aufwendigen und teuren Produktion solcher Medien. Die Kampagne des Fördervereins „Freunde der DZB“ soll dazu beitragen, diese Kosten mit Hilfe von Buchpatenschaften zu finanzieren.
Neben dem Kampagnenclip (Produktion: ERTZUI FILM) wird es spezielle Braille-Schnupperkurse geben. Ein Braille-Grußkartengenerator, Social Media, klassische Werbemittel und Ambient Media begleiten die Aktion.
Wo gibt’s denn so was – Menschen des literarischen Lebens, die öffentlich zugeben, dass sie’s nicht lesen können? Das gibt’s mit den „Freunden der DZB“. Der Förderverein konfrontiert Protagonisten in einem Videodreh mit einer Situation, die Blinde und Sehbehinderte alltäglich, aber spiegelbildlich erleben: Sie haben einen für sie unleserlichen Text vor Augen bzw. in den Fingern – in Brailleschrift. Wir meinen, das ergibt eine starke Aussage und „Ich kann’s nicht lesen“ kriegt einen schönen Doppelsinn… Klar, das muss geändert werden! Neue Freunde haben wir und weitere Unterstützer suchen wir. Ein herzliches Dankeschön geht an die Bekenner:
Nora Gomringer | Lyrikerin und Bachmann-Preisträgerin 2015 Julius Fischer, Christian Meyer | Schriftsteller und Musiker (The Fuck Hornisschen Orchestra) Michael Fernau | Direktor der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig Stephanie Jacobs | Leiterin des Deutschen Buch- und Schriftmuseums Claudius Nießen | Geschäftsführer des Deutschen Literaturinstituts Leipzig Christoph Graebel | Moderator der Literaturshow „turboprop LITERATUR“